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Zeitplan der
Zerstörung
Am 4. April 2002 hatten Laubag und Stadtverwaltung die Bewohner Lacomas zu einer
Informationsveranstaltung geladen, auf der ihnen die Art und Weise erklärt wurde, wie das
Ende des Ortes kommen soll.
Hier die Pläne der LAUBAG:
Noch
im Jahr 2002 soll direkt südlich des alten Hammergrabens
ein "Feldriegel" gezogen werden, also eine Entwässerungsleitung
mit Tiefbrunnen aller 40 Meter.
Ab September
2003 ist dann der Bau der Entwässerungsleitungen
direkt im Ortsbereich vorgesehen. Zu
einem solchen Entwässerungsriegel gehören neben Pumpen und der sie
verbindenden Rohrleitung auch ein Fahrweg zur täglichen Kontrolle. deshalb
geht die Laubag von 15 m Trassenbreite aus. Von Nord nach Süd soll
parallel zur Dichtwand und damit zur geplanten Tagebaukante ein Randriegel
entstehen, für den bereits mehrere Häuser abgerissen werden müssten. Ein
Feldriegel soll zwischen Hammergraben und Dorfstrasse von West nach Ost
verlegt werden, wofür ein weiterer Hof und das Naturerlebniscamp des Flint
e.V. weichen müssten. Für die jeweils
abzureissenden Grundstücke sollen
die Pachtverträge "objektkonkret aufgelöst" werden. Die Bewohner der
übrigen Höfe dürfen bleiben und die Verwüstung und Zerschneidung des Ortes
mitansehen. 2005 soll der gesamte Rest der Ortslage "gemäss
Braunkohlenplan in Anspruch genommen" werden.
Standpunkt des Lacoma e.V. ist:
1. Derzeit gibt es keine rechtliche Grundlage für diese Pläne, da das Umweltamt
die Befreiung von Verboten des Landschaftsschutzgebietes nicht erteilt hat! (Siehe dazu auch
unter "Die Landschaft")
2. Mit der geplanten
Vorgehensweise würden Ortsbild und Lebensqualiität extrem beeinträchtigt.
Selbst bei Abbaggerung des Dorfes muss es schonendere Alternativen geben,
die einen vorzeitigen Abriss und "Rausschmiss" der Bewohner
vermeiden. Es gibt im Lausitzer Braunkohlerevier genug Beispiele dafür,
dass es möglich ist, den Bau von Entwässerungsriegeln so an eine Siedlung
anzupassen, dass keine Abrisse nötig sind. Ausserdem ist es ohne weiteres
zumutbar, inerhalb der Ortslage die bestehenden Wege zur Kontrolle der
Brunnen zu nutzen und keinen durchgehenden Fahrweg neu zu errichten. Der
Abriss von genutzten Gebäuden dürfte dann nicht nötig sein, da die Brunnen
punktuell sind und die Rohrleitung um die Häuser herumgeführt werden
kann. Der Verein fordert eine
dahingehende Änderung der Planungen! (aus: Lacoma
schrieb's Nr. 3 / 1.Mai 2002)
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