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Gewaltsame
Räumung und Abriß der Kulturscheune in
Lacoma Statt Gesprächstermin kam der Abrißbagger, Protestierende mit Feuerwehr von den Dächern geholt Potsdam/Lacoma 16.10.2003: Gegen 13:30 begann der Polizeieinsatz. Sieben Umweltschützer saßen auf den Dächern dreier Gebäude, um diese vor dem Abriß zu schützen. Auf der Dorfstrasse bildete sich eine spontane Demonstration von etwa 50 Menschen. Die Aktivisten wurden von Polizei und Feuerwehr gewaltsam von den Dächern geholt und in Gewahrsam genommen. Es wurde beobachtet, dass einer dabei leicht verletzt wurde. Der Lacoma-Verein protestiert auf das Schärfste gegen dieses vorgehen des Kohlekonzerns Vattenfall. Erst gestern hatte er sich in einem offenen Brief um einen weiteren Verhandlungstermin bemüht. Eine Antwort von Vattenfall gab es nicht. "Die Wut der Menschen hier im Dorf ist groß. Wir gehen jetzt davon aus, dass Vattenfall zu keinem Zeitpunkt geprächsbereit war." sagt René Schuster vom Vereinsvorstand. Der Widerstand gegen die Abbaggerung der Lacomaer Teichlandschaft und des Hammergrabens wird auf jeden Fall weitergeführt. Der Verein sieht sich darin bestätigt, an anderer Stelle juristisch gegen Vattenfall vorgehen. Vergangene Woche konnte der Verein beim Amtsgericht Cottbus eine einstweilige Verfügung gegen Räumung und Abriß eines weiteren bewohnten Hauses erwirken. Seine Kulturarbeit wird der Verein versuchen, in den nächsten Wochen fortzusetzen, auch wenn die Bedingungen dafür jetzt deutlich schlechter sind. Nachtrag Zweitens will ich für
alle, die das gute alte Tagebuch von Lacoma aus den Jahren 1992 und
1993 nicht mehr kennen, den Spruch von dessen erster Seite nochmal
zitieren:
Bis demnächst in Lacoma
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