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Das Haus des Anstosses
Wie Lacoma doch noch einen Beitrag zur Internationelen Bauausstellung leistet
Eine Woche vor Ostern schoss es wie ein Pilz
aus dem Boden. An nur einem Wochenende wurde in Lacoma ein Haus gebaut.
moment mal, ein neues Haus in Lacoma?? Ralf Röhr ist Zimmermann. Zu all
dem Brimborium um Schächte, Kluft und Wanderschaft fand er keine persönliche
Beziehung. trotzdem reiste er durch Russland, Polen, Schweden und Norwegen
und interessierte sich überall für die traditionelle Holzbaukunst. Die Besinnung
auf die eigene, wendische Blockbautradition liess ihn im
Drachhausener Wald Bäume kaufen, aus denen ein traditionelles Einstubenhaus entstehen sollte.
Im Sommer 2001 wurde es abgebunden, also alle nötigen Holzverbindungen
ausgearbeitet. Um den Traum von einer Aufstellung dieses
Hauses in Lacoma zu verwirklichen, musste unter "Zwischennutzungs-" bedingungen
natürlich eine besondere
Legitimation her. Und sie fand sich: Die Internationale Bauausstellung
(IBA) will im Jahre 2003 an den Terassen des künftigen Ilse-Sees in
Großräschen die Ausstellung "yestermorrow - Zeitmaschine Lausitz"
errichten und damit insbesondere die Baugeschichte präsentieren. Und so
wurde die Idee geboren, das Blockhaus nach einer Probeaufstellung in
Lacoma dorthin umzusetzen. Dabei ist die Notwendigkeit einer
Probeaufstellung kein Hirngespinst - die Blockbautradition in der Lausitz
weist eine Unterbrechung von über 50 Jahren auf, in der viel praktisches
Wissen verlorengegangen ist. Nach dem 2001 entstandenen Glockentürmchen und
diversen Holzplastiken macht das neue Blockhaus den Eindruck komplett, der
manchen schon zu Vergleichen mit der kulturinsel Einsiedel bei Görlitz hingerissen
hat. Zumindest das Potential zu zu einer Kulturinsel
Lacoma ist unübersehbar geworden. (aus: Lacoma schrieb's Nr. 3 / 1.Mai
2002)
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