Pressemitteilung vom 23.4.2004:

Grüne Liga beantragt weiteren Schutzstatus für Lacomaer Teiche
Tagebauvorbereitungen in Lacoma vorübergehend untersagt
Proteste am Vattenfall-Hauptquartier

Wie gestern bekannt wurde, hat das Landesbergamt Brandenburg den Weiterbau der Dichtungswand zum Braunkohletagebau Cottbus-Nord vorübergehend untersagt. Damit hat die Grüne Liga im Kampf um die Lacomaer Teiche einen wichtigen Sieg errungen. Der Verband legte heute mit einem Antrag auf Sicherstellung der Lacomaer Teiche als Naturschutzgebiet nach.

In der Vorwoche hatte die Grüne Liga gerichtliche Schritte angedroht, falls die Landesbehörden nicht gegen die Maßnahmen des Kohlekonzerns einschreiten. "Wir sind positiv überrascht, dass das Bergamt auch ohne Gerichtsverfahren Reaktionen auf unser Schreiben zeigt" wertet René Schuster "das bestätigt uns in unserer Rechtsauffassung." Allerdings sind damit nicht alle Beeinträchtigungen gestoppt, gegen die der Naturschutzverband protestiert hatte. "Die Entwässerungspumpen laufen noch. Wir werden den Rechtsweg also weiter prüfen müssen." so Schuster.

(Den vorangegangenen Brief der Grünen Liga an die Landesbehörden gibt es hier als pdf-Datei.)

Am heutigen Tage stellte die Grüne Liga ausserdem beim zuständigen Ministerium den Antrag, das Lacomaer Teichgebiet als Naturschutzgebiet auszuweisen. Nach § 27 des Naturschutzgesetzes können Gebiete bei Gefahr im Verzug relativ kurzfristig als Naturschutzgebiet einstweilig sichergestellt werden. "Das ist der einzig richtige Weg, um hier die FFH-Richtlinie und ihr Verbot, den Gebietszustand zu verschlechtern, nach nationalem Recht umzusetzen." begründet Schuster den Antrag.

Im Zusammenhang mit den Lacomaer Teichen war es in den vergangenen Tagen am neu eingeweihten Vattenfall-Hauptquartier zu verschiedenen Protestaktionen gekommen. Am Mittwoch nachmittag gelang es einigen Aktivisten, an der Fassade des Gebäudes ein Transparent anzubringen, mit der Aufschrift "Vattenfall kommt. Lacoma bleibt! Neue Energien nutzen!" 

 

 
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