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Bei Bauarbeiten in Lacoma bei Cottbus wurde heute im Auftrag der Kohleunternehmens Vattenfall zum wiederholten Male Winterquartiere streng geschützter Tierarten teilweise zerstört. Anwohner riefen die Polizei, die die Arbeiten stoppte. Streitpunkt ist die Beseitigung von Sand- und Bauschutthaufen, in denen
nachweislich hunderte Rotbauchunken und andere geschützte Amphibien den
Winter verbringen. Bereits im März hatte das Umweltamt Cottbus im Auftrag
von Vattenfall begonnene Arbeiten gestoppt, nachdem Winterquartiere der
Rotbauchunke bereits teilweise zerstört wurden. Die Arbeiten hätten danach
im Sommerhalbjahr problemlos erfolgen können und waren von den
Umweltbehörden bereits genehmigt. Doch Vattenfall wartete erneut, bis sich
die geschützten Tiere zum Überwintern zurückgezogen hatten. Am Donnerstag
morgen begann dann ein Bagger, die Erdmassen mitsamt darin verkrochenen
Tieren zu entsorgen. Am selben Tag fand in der Messehalle Cottbus ein Erörterungstermin mit Grundeigentümern der Spreeaue statt. Dort will Vattenfall unter anderem Rotbauchunken künstlich ansiedeln, um die geplante Abbaggerung der Lacomaer Teiche durch den Kohletagebau auszugleichen. Zahlreiche Gundeigentümer hatten Einwände gegen das Vorhaben eingebracht. Die im September gegründete Bürgerinitiative "Spreeaueneigentümer für die Lacomaer Teiche" vereint Grundeigentümer in beiden Gebieten, die ihre Grundstücke Vattenfall nicht zur Verfügung stellen wollen.
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