Drei brandenburgische Naturschutzverbände prüfen rechtliche Schritte gegen Maßnahmen des Energiekonzerns Vattenfall in der Spreeaue, mit denen heute begonnen werden soll.

Die Genehmigung wurde regelrecht heimlich erteilt. "Wenn wir jetzt nicht einschreiten, wird die Spreeaue in Kürze wie ein Kiestagebau aussehen. Ein großer Teil der Maßnahmen ist dabei unnötig oder richtet sogar dauerhaft Schaden an." sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA.

Die Landesbergbehörde hat den vorzeitigen Beginn der Maßnahmen angeordnet, die als Ersatz für die Lacomar Teiche dienen sollen. Über deren Zerstörung ist jedoch noch keine Entscheidung getroffen.
Eine Zerstörung der Lacomaer Teiche wäre nicht mit europäischem Recht vereinbar,über die einschlägigen Urteile kann sich auch die EU-Kommission nicht hinwegsetzen. Die Teiche müssen nicht in der Spreeaue
kompensiert, sondern für die Menschen der Region erhalten werden. Falls wirklich ein Planfeststellungsbeschluss dicht bevorsteht, wird er klar rechtswidrig sein. Die angekündigte Stellungnahme der Europäischen Kommission werden die Verbände in den nächsten Wochen intensiv auswerten.

Der Naturschutzverband GRÜNE LIGA Brandenburg wird mit Unterstützung von BUND und NABU gegen den vorzeitigen Beginn Rechtsmittel einlegen, um die Arbeiten bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung über die Lacomaer Teiche zu stoppen.

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